Die Kinder von St. Michael



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Ratssitzung Jugendhilfeausschuss vom 13.02.2008

 

Heute war ein ganz wichtiger Termin für die Zukunft unseres Kindergartens !!!!

Der Jugendhilfeausschuss der Stadt Bochum tagte um 14.00 Uhr im großen Sitzungssaal des Rathauses.

Unter Punkt 1 der Tagesordnung stand die Schließung der kath. Kindergärten in Bochum.

Da es sich um eine öffentliche Sitzung handelte, war Zuhören gestattet.

Aus unserem Kindergarten waren Frau Katrin Gerhardy mit Ihren Kindern Hannah und Linus, sowie Frau Elisabeth Köhler und ich anwesend. Sehr gefreut haben wir uns auch über die Teilnahme von Frau Tanja Grewing, die der örtlichen Presse angehört und unser Anliegen sehr unterstützt.

Zunächst wurden alle Abgeordneten und Besucher durch den Vorsitzenden Herrn Hermann Päuser begrüßt.

Herr Päuser erläuterte die Sachlage und Herr Mehring und Herr Klingenberg vom Jugendamt stellten die Beschlussvorlage, nebst Erklärungen vor.

Es wurde jeder Kindergarten genannt und ob die Stadt eine Finanzierung zum Fortbestand für nötig und möglich hält. Leider sind hier einige ( 4 Kindergärten ) von einer kompletten Schließung betroffen. Hier gibt es teilweise auch das Problem, daß die Kirche die Gebäude nicht freigibt.

Für den Kindergarten St. Michael heißt es konkret: Eine Gruppe ist verzichtbar ( 17 Einschulungen in diesem Jahr), diese Gruppe soll in 2008 geschlossen werden, die verbleibende Gruppe könnte von einem neuen Träger übernommen werden. Der Betriebsübergang solle in 2009 erfolgen. Dann wäre auch evtl. der Aufbau der zweiten Gruppe mit U 3 ( unter 3-jährige Kinder ) Betreuung möglich.

Es wurde deutlich, wie sehr getroffen die Stadtverwaltung von der ganz kurzfristigen Zeitschiene des Zweckverbandes, sowie der absoluten Ablehnung einer Fortführung der Arbeit, auch bei 100 % Kostenübernahme, war.

Die CDU stellte einen Nachtrag zu der Beschlussvorlage, da es ihnen u.a. sehr wichtig sei, bei einer 100% Kostenübernahme, die neuen Träger dazu zu verpflichten, die jetzigen Erzieherinnen / Erzieher, zu übernehmen.

Es gab noch weitere Erläuterungen einzelner Abgeordneter, bevor Herr Päuser dann auch den anwesenden Eltern das Wort erteilte. Es sprachen drei Personen:

      1. Herr Karpus / Kindergarten Teylestr.
2. Frau Köhler / Kindergarten St. Michael  
3. eine weitere Mutter eines betroffenen Kindergartens.

An dieser Stelle kann ich aus eigener Erfahrung sagen, daß es gar nicht einfach ist, vor so einem großen Publikum die richtigen, kurzen, prägnanten Worte zu finden. Aber Elisabeth Köhler hat durch die Mikrofonanlage gesprochen, als wenn sie nie etwas anderes getan hätte. Respekt!!! Sie hat noch einmal eindringlich auf die Zeitschiene und Problematik der momentan nicht möglichen Zusagen für Geschwister – und Neuanmeldungen hingewiesen.

Dann kam der Augenblick der Entscheidung. Herr Päuser bat die Politiker nun um Handzeichen. – Die Vorlage wurde einstimmig angenommen-!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Ja- wir bleiben!!!!!!!!!-  Wenn auch zunächst mit „ halber Kraft „, aber wir haben unseren Kindergarten!!!! Er wird nicht geschlossen!!!!!!!!! Es wird auch in Zukunft einen konfessionellen Kindergarten in Dahlhausen geben.

Jetzt müssen wir noch die Gespräche zwischen dem Träger, Zweckverband und der Stadt Bochum abwarten. Hier wurde uns in Aussicht gestellt, daß wir im April 2008 wissen werden, wen wir wann aufnehmen können.

Ich möchte an dieser Stelle allen Kindern, Eltern, Großeltern, und Bürgern danken, die uns mit soviel Engagement unterstützt haben. Mein Dank gilt auch den Medien und Pro – Dahlhausen, die uns geholfen haben, die Öffentlichkeit für unser Anliegen zu interessieren. Da wir uns von der kath. Kirche sehr verlassen fühlen, möchte ich aber auch den Geistlichen danken, die trotz allem, immer ein offenes Ohr für uns hatten und uns gezeigt haben, daß es sich lohnt, ein Christ zu bleiben.

Ganz wichtig ist mir hier aber auch der Dank an eine Gruppe, die sehr häufig der öffentlichen Kritik ausgesetzt ist: Unsere Politiker. Ich danke ihnen, daß sie sich über Parteidifferenzen hinweg, für das eine Ziel: - den Erhalt von Kindergartenplätzen -, so sehr eingesetzt haben. Hier ist es mir aufgefallen, daß in den Veröffentlichungen neben der SPD und den Grünen, die CDU kaum benannt wird, die uns ebenfalls sehr engagiert zur Seite steht. Wir danken Ihnen allen, daß sie uns das Gefühl gaben, nicht alleine dazustehen.

 

Bochum, 13.02.2008

Barbara Kochanowicz

 


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